7.3 Dr. Roman Hummel: KW. Seminar: Selbstverständnis in traditionellen und neuen Kommunikationsberufen 609 571

2001-10-17

2001-10-24

2001-10-31

2001-11-14

2001-11-21

2001-11-28

2001-12-05

2001-12-12

2002-01-09

2002-01-16

2002-01-23

2002-01-30


2001-10-17

bis 7. 11. Paper (2 Seiten) vom Arbeitsfortschritt der Gruppen

12. 12. Seminarbericht der Gruppen fertig

23. 1. Paper (einzeln) 2 Seiten, Zusammenfassung der Ergebnisse des gesamten Semesters, eigenes Lernergebnis.

Inhalte

Kriterien professionalisierter Kommunikation

Untersuchungskriterien

Bei Gruppenarbeiten können entweder repräsentative Daten eingeholt werden (z.B. von Berufsverbänden) oder bestimmte Firmen anschauen (nach Relevanz und nicht nach Sympathie!) und dort konkret erheben.

Qualifikationsschritte

Professionalism

Specific knowledge on theoretical basis

Semi-professionalism

Specific knowledge but not necessary on theoretical basis

Hauptbereiche der Kommunikatorforschung

(Warnung: Funktionen recherchieren ist sehr aufwendig.)

Wer definiert Funktion, was ist funktional für wen?


2001-10-24

ab dem 7. 11. werden Zwischenberichte der Gruppen präsentiert; Paper ca. 2 Seiten: was die Gruppe macht, wie weit sie gekommen ist.

Am 12. 12. muß bereits die Seminararbeit (15-20 S) abgegeben werden!

Am 23. 1. ist noch ein ca. 2seitiges Paper (einzeln) fällig, worin der eigene Lernfortschritt beschrieben wird - über alle Themen, nicht nur aus dem eigenen Bereich.

Methoden: Recherche über Berufsvereinigungen, Befragungen: Normen? Berufspraxis? Karriere? Ausbildung?, etc.

Gewerkschaftsmitgliedschaft bei österreichischen JournalistInnen ca. 66 %. => Internationaler Presseausweis an Mitgliedschaft gebunden.

Kriterien des Journalismus (Legaldefinition)

Das Mediengesetz enthält Privilegien nur für professionelle JournalistInnen, z.B. das Zeugnisverweigerungsrecht und im Bereich der üblen Nachrede!

Empfehlung: "naiv" Fragen stellen statt mit vorgefaßter Meinung, normativ vorgehen.


2001-10-31

Pierre Bourdieu: neue Untersuchungskriterien für soziodemografische Forschung

Die drei Kriterien können in einem dreidimensionalen Koordinatensystem eingetragen und dargestellt werden.

Aufnahmekriterien im Web-Content-Bereich

Schlüsselqualifikationen

All diese Eigenschaften werden nicht in Kursen vermittelt!

Fundierte Ausbildung nicht vorhanden => andere, persönlichkeitsbezogene Parameter notwendig.

Fachqualifikationen

Vier Modelle der Public Relations


Einweg

Zweiweg

Symmetrisch

Öffentliche Informationstätigkeit

Überzeugung als wechselseitiger Prozeß

z.B. Entscheidung für ein Lokal

angeblich: Gute PR

Asymmetrisch

z.B. Video im Seminar; Propaganda

z.B. Seminar

Überzeugung auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnis

Achsen:

Handwerklich-technische PR: Propaganda ....................... Journalismus

Professionelle PR: Asymmetrisch ............................. Symmetrisch

Abgabe der Zwischenberichte

Einzelne können auch am 14. abgegeben werden, die Diskussionsgrundlage müßte aber schon am 7. fertig sein.

Der 12. 12. ist verbindlicher Abgabetermin.


2001-11-14

Aus- und Weiterbildungssituation in der PR-Branche

Definition: wer behauptet, PR-Mensch zu sein, gilt in der Arbeit als PR-Mensch. Andere Möglichkeiten: z.B. Realdefinition "Nur Mitglieder bei PR-Verband".

Financial Communications

Gruppe innerhalb der PR, die Investor Relations betreibt. Ca. 30 spezialisierte Agenturen in Österreich laut Verband; de facto eher nur 10.

Ausbildung: spezielle Finanzausbildung notwendig.

Schwierigkeit bei der Recherche: Agentur beruft sich auf Datenschutz und Wettbewerbsrecht. (Hinweis: in der Arbeit dokumentieren!)

Karrieren in der PR

Theoretische Grundlage: Tätigkeitsfelder, Berufsbezeichnungen - was decken sie ab?

Was für Skills werden verlangt? (Verbände; Stellenangebote)

Input: Wie funktioniert das Rating-Verfahren, wenn z.B. 5 Leute in die Auswahl kommen? Informelle Qualifikation?

Online-Journalismus

Untersuchung von zwei großen Online-Redaktionen (Standard, Kurier): Qualifikationsanforderungen - Stellenausschreibungen

Lutz Michel: Studien über Qualifikationen für Online-Business.

Berufsbild: Content Manager

Schwerpunkt: Portale

Vergleich Online/Offline-Journalismus

Vermittlungskompetenz: medienspezisch.

Sach/Fachkompetenz: nicht medienspezifisch.

Bei Online und elektronischen Medien zusätzlich: Technikkompetenz.

Kriterien der Personalauswahl in der Werbebranche

Qualifikationen und soziale Kompetenzen

Wer wählt die MitarbeiterInnen aus?

Bedeutung von Praxis?

Bewerbungsform (kreativ/konservativ; schriftlich/e-mail/mündlich...)


2001-11-21

Was sind Werbeleute für Menschen?

Öffentliche Beurteilung (Befragung von an Werbung interessierten PKW-StudentInnen) <=> Selbstbild

Sehr häufiger Wechsel zwischen Agenturen

Learning by doing in der Werbung bzw. Image

Zusammenhang zwischen Stellenangeboten (Inhaltsanalyse) und den tatsächlich Angestellten

Stellenanzeigen sind auch eine Selbstdarstellung der Branche und des Unternehmens. (Evt. schwer zu sagen, ob die Leute wirklich die geforderten "soft skills"/Qualifikationen haben - wer ist nicht dynamisch, was ist "belastbar"? Was meinen EntscheiderInnen mit einer bestimmten Formulierung?)

Nicht alle Kategorien von Jobs werden ausgeschrieben. (z.B. leitende Funktionen)

Ausbildung und Selbstverständnis bei JournalistInnen in Printmedien

Selbstverständnis: qualitative Interviews mit Aktiven und Leuten in kostenpflichtiger Ausbildung. Warum machen sie das und was bringt es ihnen?

Karrieren im Journalismus

Übereinstimmung Erwartungen/tatsächliche Tätigkeit; Motivation etc.

Exkurs: Journalismus-Ausbildung in Österreich

Verleger behaupten, keine AbsolventInnen von "formeller" Ausbildung (z.B. Krems) aufzunehmen, da Journalismus ein freier Beruf sei, und die Zeitungen nicht wollen, daß Leute außerhalb der Redaktionen ausgebildet werden.

In der Nazizeit Pressekammern; wer nicht drinnen war, durfte nicht schreiben. Nachher: keine klassische Journalismus-Ausbildung, nur Fortbildung.

Kuratorium für Journalismus-Aus- und Fortbildung: Grundvoraussetzung ist Mitarbeit bei einem Medium; 1-2 StudentInnen der PKW pro Jahr akzeptiert. Dasselbe gilt auch für die anderen Institutionen, weil ihre Mittel aus der Presseförderung kommen.

Mitglieder im KFJ: VÖZ, ORF, ÖZV, Journalisten-Gewerkschaft. Weitere Geldmittel von Bundesländern, Presseförderung, Gebühren.

Ausbildung in den Medien:

Gültigkeit von Kollektivverträgen

z.B. für Werbung: nur für Wien, nur für Mitglieder des entsprechenden Fachverbandes in der Wirtschaftskammer

z.B. bei Styria-Tochtern: Wochenblatt gehört der "AdMedia", somit kein Kollektivvertrag.

=> bei allen verwendeten Begriffen genau klären, wofür sie stehen!

Buchtip: Andy Kaltenbrunner (Hrsg.): "Beruf ohne Ausbildung"

Nächstes Mal: Gemeinsamkeiten der Ansätze


2001-11-28

Thema für die zusammenfassenden Einzelarbeiten: Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Kommunikationsberufe

Unterschiede Online-Journalismus und Web-Content allgemein

Gemeinsamkeiten


2001-12-05

Deadline für die Gruppenarbeiten: erste Stunde im Jänner - muß dann aber definitiv da und auch gut sein. Keine Entschuldigung nach dem Termin.

Methodisches Vorgehen: Was bringt eine bestimmte Vorgehensweise für die Arbeit und mein Erkenntnisinteresse?

Bei der Mediaprint verdienen die HilfsarbeiterInnen im Druck ca. zweimal so viel wie JournalistInnen bei Kurier und Krone. - Ausreißer! (Weil der Druck absolut essentiell ist, eine Verschiebung von nur einigen Stunden kostet im zweistelligen Millionenbereich. Sehr starke gewerkschaftliche Organisation, DruckerInnen dort sehr stark spezialisiert und nicht leicht austauschbar.)

Immer schauen, ob z.B. Gehälter, Preise etc. typisch sind oder nicht. Dann ist auch Anonymisierung OK, aber Betrieb beschreiben.

Die Bandbreite bei den Gehältern im Journalismus ist sehr groß.

Journalismus

Rekrutierung bei den OÖ Nachrichten:

Methode: Exemplifizierung an einem Beispiel, ausgehend von einer Diplomarbeit. Wichtig: wissenschaftlicher Ansatz.

Lokaljournalismus in Tages- und Wochenzeitungen

Werdegang, Karrieren

Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Tages- und Wochenjournalismus

Arbeitssituation im Online-Journalismus

Gehälter, Anstellungen etc.

Methoden: Fragebögen an Bekannte, Gewerkschaft.

Definition Online-Journalismus.



Relevanz für die Auswahl muß dokumentiert werden.

Medienethik: Quellen: Aufklärung und Revolutionen von 1848. Ideen: 4. Gewalt, Kontrolle etc. => Privilegien für JournalistInnen debattiert.

Freiwillige Werbebeschränkungen und Standards: Verband versucht, gesetzliche Regulierung zu vermeiden. (Werbeverbote; Reaktionen auf Falschinformation; Verteidigung vor Gericht)

Qualitative Forschung ist meist hypothesengenerierend ("Es gibt noch nichts dazu, das sollte mensch weiter erforschen") oder explikativ ("Stimmt eine Aussage von vor 10 Jahren noch?").

Lokalradiovertreter: Keine Journalisten im Lokalradio, weil wer Regler betätigt etc. kein Journalist mehr sei.

=> Klare und nachvollziehbare Kriterien einführen, um zu entscheiden, wer JournalistIn ist.


2001-12-12

Gruppenpräsentationen

Möglichst kurz, damit in 2 Stunden alle Gruppen fertig sind. Entweder mit verteilten Rollen oder eineR.

Folien: dazuschreiben, welche Punkte der Liste von 2001-10-17 behandelt wurden

Diskussion PR-Gruppen

Financial Communications

Besondere Kenntnisse notwendig, derzeitige SpezialistInnen kommen häufig aus dem Finanzwesen oder sonst aus ihrer beruflichen Geschichte; akademische Ausbildung häufig im Wirtschaftsbereich.

General Interest PR und Special Interest PR? Praktisch für große Agenturen, daß zwar eine Abteilung spezialisiert ist, aber auf die Ressourcen der Agentur zurückgreifen kann.

Ausbildung für PR und Stellenangebote

In Deutschland wird häufig akademische Ausbildung gefordert (zumindest für höhere Bereiche); in Österreich ist die Professionalisierung nicht so fortgeschritten. Stellen häufig nicht ausgeschrieben, sondern persönlich vermittelt oder bei Lehrgängen ausgesucht.

Skills: Fremdsprachen, EDV, etc.

Aus- und Weiterbildungsangebot

Quantitative Erhebung der Ausbildungsangebote

5 Interviews mit PersonalentscheiderInnen von PRVA-Unternehmen: Nach welchen Kriterien suchen sie Leute aus. (Soft skills, Ausbildung, Kenntnisse etc.; wie wird das getestet)

Agenturen nehmen gerne JuristInnen und BWL-AbsolventInnen und bringen ihnen die Kommunikationskompetenzen bei. Alternative: Leute, die Vermittlungskompetenz in anderem Beruf gelernt haben (z.B. Journalismus) und auch Fachkompetenzen (z.B. Kontakte oder das Wissen über Journalismus) hat, übernehmen.

Aufteilung von Siegfried Weischenberg

"Begabung": z.B. "technisch begabt", "kommunikativ begabt", aber nicht "juristisch begabt". Je stärker eine Begabung ist, desto weniger wichtig werden die anderen Kompetenzen.

Für jede Art der Kompetenz:

Ausbildung für Kommunikationsberufe: Soll jemand eine fundierte Ausbildung im Bereich Politik/Wirtschaft/Sport/Wissenschaft etc. bekommen und Fach- und Vermittlungskompetenz on the job oder in einen Kurs besorgen?

Provokante These: Es gibt nicht nur einen Journalismus (Unterschied zwischen Kronen Zeitung und einer Nachrichtenagentur) - genauso auch nicht nur eine PR?

Diskussion Werbungs-Gruppen

"Der Wunschzettel des Personalchefs"

Wie stellen sich PersonalchefInnen die idealen BewerberInnen vor?

Fachliche Qualifikationen und soziale Kompetenzen.

Großes Ausbildungsangebot für Wien, daher großteils AbsolventInnen von diesen Institutionen aufgenommen. Die meisten Institutionen haben auch PR-Ansätze drinnen.

Welche Qualitätsanforderungen werden an BewerberInnen gestellt?

Profession <=> Beruf

Inhaltsanalyse von Stellenanzeigen.

Wichtig: Kreativität, Teamfähigkeit, Erfahrung (z.B. "ein Jahr bei einer Agentur"); Abschlüsse eher in technischen Aufgaben (z.B. Grafik)


2002-01-09

Bis zur letzten Stunde (30. 1.): Zusammenfassung über alle Berufe: Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Ca. 2 Seiten.

Dimension: Thesenpapier: reißt hypothetisch bestimmte Sachverhalte an, muß nicht in jedem Bereich ausformuliert sein, aber schon faktisch orientiert. Struktur (Professionalisierung, Anstellungsverhältnisse, Normen, Differenzierung zwischen GeneralistInnen und SpezialistInnen nach Fachwissen etc.). Keine Fußnoten und keine Literatur.

Optional: generelle Bemerkungen übers Seminar. ("hätte mir folgendes vorgestellt...")

Web-Content

Online-Journalismus: Anforderungen

9 Tageszeitungen mit Internet-Inhalten befragt, 7 Fragebögen zurückbekommen.

2 Interviews mit JournalistInnen

Kriterien: Matura, abgeschlossene Ausbildung. Journalistische Praxis erwünscht.

Kompetenzen: technische Skills verlieren an Bedeutung, journalistische Kompetenzen (Recherche, Ausdruck) werden wichtiger.

Soft skills: wichtig

Stellenwert Online/Print-Journalismus: online nur als "digitale Visitenkarte".

Neuer Beruf? 4 Zeitungen: ja, neue Anforderungen; 3 Zeitungen: nur Medium anderes.

Standard: 40 Beschäftigte, Kurier: 23

von 99 RedakteurInnen 70 freie MitarbeiterInnen; 20 StudentInnen.

Online-JournalistInnen möchten in die Printredaktion wechseln, online als Karriere-Station, fühlen sich als minderwertig.

Online-Journalismus: Theoretischer Hintergrund, Ausbildungswege

138 Fragebögen zurückgekommen (zurückzuführen persönliche Kontakte), ca. 50%-50% print/online

Durchschnittsalter: print 31,4, online 26,5 Jahre

Geschlechterverteilung: print 85,71:14,29, online 67,6:32,4 jeweils m:w

[Grund für unterschiedliche Geschlechterverteilungen: Arbeitszeiten: wie geregelt?]

Einkommen: im Printbereich im Durchschnitt deutlich höher.

Dienstverhältnis: print 66 % angestellt, freiberuflich 34 %, vollzeit 91 %, teilzeit 6 %; online: 33 % angestellt, 67 % freiberuflich

Schulbildung: print 57 % AHS, 17 % Uni; online 38 % AHS, 35 % Uni. => Ausbildungsniveau im Online-Bereich häufiger.

Nur 11 % der PrintjournalistInnen von den speziell journalistischen Ausbildungswegen; bei online über 20 %.

Berufsjahre: print 8 J, online 4 J

Im Online-Bereich 50 % ausschließlich journalistisch tätig, 50 % aus diversen Berufen.

In 5 Jahren noch im selben Bereich tätig? 91 % print, 76 % online

Neue Anforderungen für Online-Journalismus: grafisch-multimediale Fähigkeiten, Umgang mit HTML; Technikkompetenz abnehmend wichtig.

Tätigkeitsfelder: Auswahl von Texten 79,4 %, Redigieren 73 %, Schreiben eigener Texte 67 %, neu: Beantworten von e-mails.

Anforderungsprofile, die von Arbeitgebern gewünscht werden, Vergleich mit Berufsalltag - Qualitätszeitungen

Methode: Analyse von Stellenausschreibungen und Befragung von JournalistInnen. Beschränkt auf Standard und Kurier.

(Standard: erste deutschsprachige Tageszeitung im Web)

Rekrutierung meist nicht über Ausschreibungen, sondern über persönliche Kontakte und unaufgeforderte Bewerbungen.

Stellenausschreibungen: Uni-Abschluß, Praxis, Berufserfahrung, Fremdsprachenkenntnisse, Belastbarkeit, Ausdrucksvermögen, Teamfähigkeit, Offenheit, Motivation, Kontaktfreudigkeit.


2002-01-16

Online-Content

Standard: 42 Online-RedakteurInnen, 22 Kurier

75 % Freie MitarbeiterInnen bei Standard, 100 % bei Kurier

Geschlechter bei Standard ausgeglichen, bei Kurier 2/3 Männer

Dominante Altersgruppe: 20-30

Geringschätzung der Online-RedakteurInnen durch PrintjournalistInnen merkbar bei Standard und Kurier. Printleute verdienen mehr.

Ausbildung in der kurier.at-Redaktion: Einschulung in "furchtbar kompliziertes" Redaktionssystem, durch learning by doing, Vorgaben. Bildbearbeitung sehr wichtig.

Werbung

"Der Wunschzettel des Personalchefs"

Sehr unterschiedliche Aufgabengebiete: Grafik, Vermittlung, PR

Kundenberatungsbereich: Kontakt mit Auftraggebern

Kreationsbereich: Grafik, Text

Werbeakademie (sehr breit), Unilehrgang an der WU, BWL mit Spezialisierung auf Werbung.

Publizistikstudium im Ranking an letzter Stelle. (Aber bei Text gefragt)

Theorie ist sehr wichtig, Praxis wichtig.

Soft skills:

Geschlechterspezifische Wahrnehmung: ca. die Hälfte der Agenturen gibt Unterschiede an.

Im Bewerbungsgespräch wird nach Hobbies gefragt.

Einstiegsgehälter: 23.000-26.000 S mit akademischer Ausbildung.

PR

Der Weg in die PR in Österreich

PR: Freies Gewerbe, keine spezielle Qualifikation notwendig.

PRVA: 1980 gegründet, forciert Aus- und Weiterbildung, versucht, das Berufsbild transparent zu machen.

Anforderungen:

Aufgaben:

Für qualifizierten Job ist Uni-Abschluß fast schon Voraussetzung. Studium als Berufsvorbildung.


2002-01-16

PR

Der Weg in die PR in Österreich

Realdefinition: Person, die in einer Agentur im PR Verband Austria arbeitet. => hoher Grad an Professionalisierung.

Ausbildung: Publizistikstudium häufig OK, bei manchen auch Wirtschaft notwendig.

Rekrutierung: häufige "Blindbewerbungen"; schriftliche Bewertung, Test bei der Aufnahme, 3 Monate Probezeit

Weiterbildung: hausintern oder Budget für externe Weiterbildung.

Arbeitsverhältnis: vor allem Angestelle.

Geschlechterverteilung: ca. 70 % Frauen, 30 % Männer. (Studie auf PRVA-Homepage.)

Grundthese für Feminisierungen: Branche wird "billiger". Trifft aber auf PR nicht wirklich zu. Eher: soft skills, die Frauen zugeordnet werden.

Berufsbild: Darstellung in der Literatur; Ausbildungen im deutschen Sprachraum; Auswertung von Stellenanzeigen im Internet

Praxisorientierte Literatur: Was ein "PR-Mensch" können soll. Fundament: Allgemeinbildung; dazu Lernbereitschaft, Kontaktfreudigkeit, berufliche Qualifikation.

Theoretische Literatur: Studie im PKW-Band Öffentlichkeitsarbeit: PR Teil des Marketings, journalistische Komponenten

PR: Berufsfeld mit freiem Zugang.

Ausbildung: viele verschiedene Lehrgänge an Unis und außerhalb

Wahrheitsanspruch: Normative Regeln für PR, Werbung, Journalismus <=> analytisch: ist es in der Praxis zu beobachten? Verpflichtung der Presse, wahrheitsgemäß zu berichten? Pressefreiheit nicht an Wahrheit gebunden.

Unterschiedliche PR-Ausprägungen mit unterschiedlichem Maß an Wahrheitsanspruch.

Spezial-PR: Financial Communications

Zielgruppen:

Thesen:

Wenige Publizistik-AbsolventInnen in der Branche, eher WirtschaftsabsolventInnen; wenige aus dem Journalismus. Praxis wichtiger als Studium.

Soft skills wichtiger als Ausbildung.

Perfektes Englisch absolute Voraussetzung. (Sprache der Branche)

Resümee: Sach- und Fachkompetenz gleichberechtigt; Vermittlungskompetenz Teil der Berufsausbildung oder persönliche Begabung.

Werbung

Wie professionell ist die Werbung?

Große Kluft zwischen theoretischem/ethischem Anspruch und der Berufsrealität.


2002-01-30

Journalismus

Motive für die Ergreifung des Berufs: Eigeninitiative; persönliche Bekanntschaften, Interesse an Massenmedien, diverse andere Gründe

Kaum jemand erwartet eine hohe Bezahlung.

Bei OÖN: 80 JournalistInnen. 30 im Lokalressort, 3 davon AkademikerInnen, 6 JungjournalistInnen ohne oder mit wenig Praxis. Sport: 9/0/3; "Leben Heute": 12/2/1; Kultur: 6/1/0; Außenpolitik: 6/4/0...

Wichtigste Eigenschaften: soft skills

Werdegang von RedakteurInnen bei Lokalzeitungen

Alle mit Matura; 3 Uni-Abschluß, die anderen abgebrochen oder "wollen noch fertigstudieren".

Keine besonderen Kriterien bei der Einstellung, sicheres Auftreten.

Einschulung: Computerprogramme und Zeitungslinie.

Verdienst im Tagesjournalismus höher als im Wochenjournalismus.

Mangelnde Aufstiegschancen: für viele JournalistInnen ein Problem. Nicht finanziell, aber von der Funktion her: RedakteurIn oder ChefredakteurIn sind die einzigen Möglichkeiten.






© Balázs Bárány. (Homepage | datascientist.at)
Zuletzt geändert: 2002-02-01.