7.3 Dr. Roman Hummel: KW. Seminar: Selbstverständnis in traditionellen und neuen Kommunikationsberufen 609 571
bis 7. 11. Paper (2 Seiten) vom Arbeitsfortschritt der Gruppen
12. 12. Seminarbericht der Gruppen fertig
23. 1. Paper (einzeln) 2 Seiten, Zusammenfassung der Ergebnisse des gesamten Semesters, eigenes Lernergebnis.
Kriterien professionalisierter Kommunikation
beruflich = bezahlt
mediatisiert (im Gegensatz zu etwa LehrerInnen)
Information als Zweck, nicht Mittel (Information, die für externen Konsum produziert wird)
gegenwartsbezogen, aktuell
Soziodemografische Daten (Geschlecht - wirkt sich teilweise auf Rollen aus, Alter, formale Schulbildung)
Bildung (spezifische Fachbildung, Weiterqualifikation (betrieblich, institutionell?), Diplom u. Anerkennung desselben - hilft das Diplom überhaupt? (Beispiel Italien: Medienanstellung nur für Mitglieder des JournalistInnenverbandes; dort ist der Zugang von Volontariat oder entsprechendem Studium abhängig.))
Tätigkeitsprofile (Allround vs. SpezialistIn; Einsatzfelder, Ersetzbarkeit - im angelsächsischen Bereich strenge Trennung zwischen "reporter" und "editor", in Mitteleuropa nicht so häufig.)
Bezahlung und Nebenleistungen (Grund- und Zusatzgehalt; Verträge; Überstunden/Wochenendabgeltung, Urlaub - Einschätzung: Angemessen?)
Arbeitsverhältnis (festangestellt/freiberuflich/unternehmerisch, voll/teilzeit?)
Hierarchieebenen (Wie viele? Eher flach?)
Rekrutierungspraxis (Nach Gutdünken oder nach Haus- oder Fachstandards und job descriptions?)
Karriere (betriebliche Laufbahn, Aufstiegschancen, weitere Pläne)
Betrieb (Größe, Struktur, Klima)
berufliches Selbstverständnis ("Job"/"Berufung"? Mitgliedschaft in Fachvereinigungen?)
Selbstbild/Selbsteinschätzung (Gesellschaftliche Bedeutung, Normvorstellungen individueller und kollektiver Art, z.B. Verhaltenskodex vom Presserat)
Bei Gruppenarbeiten können entweder repräsentative Daten eingeholt werden (z.B. von Berufsverbänden) oder bestimmte Firmen anschauen (nach Relevanz und nicht nach Sympathie!) und dort konkret erheben.
Basic: autodidactic, user skills
semi-professional: training on the job, knowledge of practical routines ("Angelernter Arbeiter")
professional: broad (also theoretical) standardized education
Specific knowledge on theoretical basis
institutionalised education
proof of competence by standardized examination
corporate profession
Specific knowledge but not necessary on theoretical basis
training on the job or non-standardized education
no standardized examination
no corporate profession
Bedingungen, unter denen Journalismus ausgeübt wird
Output (Selektionsprozesse, Darstellungsweisen)
JournalistIn, Funktion(en)
(Warnung: Funktionen recherchieren ist sehr aufwendig.)
normative Ansätze (vor allem im deutschsprachigem Raum, demokratietheoretisch). Z.B. "ethische Werbung muß so sein".
deskriptive Ansätze (z.B. uses & gratification). Z.B. wenn bestimmte Arten von Werbung Erfolg haben, sagt das einiges über die Gesellschaft aus.
explikatorische Ansätze (ethnomethodologische, kulturalistische Ansätze)
ab dem 7. 11. werden Zwischenberichte der Gruppen präsentiert; Paper ca. 2 Seiten: was die Gruppe macht, wie weit sie gekommen ist.
Am 12. 12. muß bereits die Seminararbeit (15-20 S) abgegeben werden!
Am 23. 1. ist noch ein ca. 2seitiges Paper (einzeln) fällig, worin der eigene Lernfortschritt beschrieben wird - über alle Themen, nicht nur aus dem eigenen Bereich.
Methoden: Recherche über Berufsvereinigungen, Befragungen: Normen? Berufspraxis? Karriere? Ausbildung?, etc.
Gewerkschaftsmitgliedschaft bei österreichischen JournalistInnen ca. 66 %. => Internationaler Presseausweis an Mitgliedschaft gebunden.
Kriterien des Journalismus (Legaldefinition)
Journalistengesetz
Mitarbeiter einer Zeitungsunternehmung, Nachrichtenagentur, Rundfunkunternehmung ..., die mit der Gestaltung des Textes oder mit der Herstellung von Bildern (Laufbildern) über aktuelles Tagesgeschehen betraut sind und diese Tätigkeit nicht bloß als Nebenbeschäftigung ausüben.
Presseausweisbestimmungen
Tätigkeit im Sinne des Journalistengesetzes Angestellte oder "ständig und nicht bloß in wirtschaftlich unbedeutender Nebenbeschäftigung" (z. Zt. S 10.000)
Professionalitätskriterium: hauptberuflich
Medienkriterium: Zeitung, Rundfunk, Agentur
Kriterium der Inhaltsbezogenheit: Gestaltung von Text, Bild, Film
Aktualitätskriterium: aktuelles Tagesgeschehen, Anspruch (!) auf Nonfiktionalität
Das Mediengesetz enthält Privilegien nur für professionelle JournalistInnen, z.B. das Zeugnisverweigerungsrecht und im Bereich der üblen Nachrede!
Empfehlung: "naiv" Fragen stellen statt mit vorgefaßter Meinung, normativ vorgehen.
Pierre Bourdieu: neue Untersuchungskriterien für soziodemografische Forschung
(Standardkriterium: Ökonomisches Kapital: Einkommen, Vermögen etc.)
Kulturelles Kapital
Formale Bildung
Kulturelle Praxen
Essen, Kunst, etc.
Kann geerbt, verspielt oder selbst erworben werden
Soziales Kapital
Prestige
Person
Beruf
auch erbbar
Die drei Kriterien können in einem dreidimensionalen Koordinatensystem eingetragen und dargestellt werden.
Virtuelle Gruppen: Leute, die im Koordinatensystem in der Nähe voneinander erscheinen
Leute mit ähnlichem Beruf sind in etwa im selben Bereich des Koordinatensystems => sie umgeben sich mit ähnlichen Leuten und bilden Subkulturen.
Gesellschaftliche Prädisposition
Sozialisierungsfunktion
=> Ähnlicher Habitus, ähnliche Zeichensysteme, ähnliche Norm- und Wertstrukturen
Teamfähigkeit
Handlungsfähigkeit
Belastbarkeit
Kommunikationsfähigkeit
Innovationsfähigkeit
Verantwortungsbewußtsein
All diese Eigenschaften werden nicht in Kursen vermittelt!
Fundierte Ausbildung nicht vorhanden => andere, persönlichkeitsbezogene Parameter notwendig.
Internet-, Online-Dienste
Java/CGI
Datenbanken
Objektorientierung
Betriebssysteme
Hardware-Kenntnisse
Projektmanagement
|
|
Einweg |
Zweiweg |
|---|---|---|
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Symmetrisch |
Öffentliche Informationstätigkeit |
Überzeugung als wechselseitiger Prozeß z.B. Entscheidung für ein Lokal angeblich: Gute PR |
|
Asymmetrisch |
z.B. Video im Seminar; Propaganda |
z.B. Seminar Überzeugung auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnis |
Handwerklich-technische PR: Propaganda ....................... Journalismus
Professionelle PR: Asymmetrisch ............................. Symmetrisch
Einzelne können auch am 14. abgegeben werden, die Diskussionsgrundlage müßte aber schon am 7. fertig sein.
Der 12. 12. ist verbindlicher Abgabetermin.
Definition: wer behauptet, PR-Mensch zu sein, gilt in der Arbeit als PR-Mensch. Andere Möglichkeiten: z.B. Realdefinition "Nur Mitglieder bei PR-Verband".
Gruppe innerhalb der PR, die Investor Relations betreibt. Ca. 30 spezialisierte Agenturen in Österreich laut Verband; de facto eher nur 10.
Ausbildung: spezielle Finanzausbildung notwendig.
Schwierigkeit bei der Recherche: Agentur beruft sich auf Datenschutz und Wettbewerbsrecht. (Hinweis: in der Arbeit dokumentieren!)
Theoretische Grundlage: Tätigkeitsfelder, Berufsbezeichnungen - was decken sie ab?
Was für Skills werden verlangt? (Verbände; Stellenangebote)
Input: Wie funktioniert das Rating-Verfahren, wenn z.B. 5 Leute in die Auswahl kommen? Informelle Qualifikation?
Untersuchung von zwei großen Online-Redaktionen (Standard, Kurier): Qualifikationsanforderungen - Stellenausschreibungen
Lutz Michel: Studien über Qualifikationen für Online-Business.
Schwerpunkt: Portale
Vermittlungskompetenz: medienspezisch.
Sach/Fachkompetenz: nicht medienspezifisch.
Bei Online und elektronischen Medien zusätzlich: Technikkompetenz.
Qualifikationen und soziale Kompetenzen
Wer wählt die MitarbeiterInnen aus?
Bedeutung von Praxis?
Bewerbungsform (kreativ/konservativ; schriftlich/e-mail/mündlich...)
Öffentliche Beurteilung (Befragung von an Werbung interessierten PKW-StudentInnen) <=> Selbstbild
Sehr häufiger Wechsel zwischen Agenturen
Zusammenhang zwischen Stellenangeboten (Inhaltsanalyse) und den tatsächlich Angestellten
Stellenanzeigen sind auch eine Selbstdarstellung der Branche und des Unternehmens. (Evt. schwer zu sagen, ob die Leute wirklich die geforderten "soft skills"/Qualifikationen haben - wer ist nicht dynamisch, was ist "belastbar"? Was meinen EntscheiderInnen mit einer bestimmten Formulierung?)
Nicht alle Kategorien von Jobs werden ausgeschrieben. (z.B. leitende Funktionen)
Selbstverständnis: qualitative Interviews mit Aktiven und Leuten in kostenpflichtiger Ausbildung. Warum machen sie das und was bringt es ihnen?
Übereinstimmung Erwartungen/tatsächliche Tätigkeit; Motivation etc.
Verleger behaupten, keine AbsolventInnen von "formeller" Ausbildung (z.B. Krems) aufzunehmen, da Journalismus ein freier Beruf sei, und die Zeitungen nicht wollen, daß Leute außerhalb der Redaktionen ausgebildet werden.
In der Nazizeit Pressekammern; wer nicht drinnen war, durfte nicht schreiben. Nachher: keine klassische Journalismus-Ausbildung, nur Fortbildung.
Kuratorium für Journalismus-Aus- und Fortbildung: Grundvoraussetzung ist Mitarbeit bei einem Medium; 1-2 StudentInnen der PKW pro Jahr akzeptiert. Dasselbe gilt auch für die anderen Institutionen, weil ihre Mittel aus der Presseförderung kommen.
Mitglieder im KFJ: VÖZ, ORF, ÖZV, Journalisten-Gewerkschaft. Weitere Geldmittel von Bundesländern, Presseförderung, Gebühren.
Ausbildung in den Medien:
Institutionalisiert: ORF
Halb-institutionalisiert: "Redakteursaspiranz"
In Kollektivvertrag festgeschrieben, was die Leute machen müssen
z.B. für Werbung: nur für Wien, nur für Mitglieder des entsprechenden Fachverbandes in der Wirtschaftskammer
z.B. bei Styria-Tochtern: Wochenblatt gehört der "AdMedia", somit kein Kollektivvertrag.
=> bei allen verwendeten Begriffen genau klären, wofür sie stehen!
Buchtip: Andy Kaltenbrunner (Hrsg.): "Beruf ohne Ausbildung"
Nächstes Mal: Gemeinsamkeiten der Ansätze
Thema für die zusammenfassenden Einzelarbeiten: Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Kommunikationsberufe
Aktualität/Periodizität
Professionalität
Wahrheitsanspruch
Anstellung?
Journalistengesetz: längerer Urlaub
KV: 15 Monatsgehälter
Pressefreiheit
Professioneller Kommunikator?
Bildung
Kenntnisstandards
Handwerk/Technik
Berufsstandards
Ordnungsgemäße Recherche
Ethik
Selbstverpflichtung
Presserat, Werberat
Anspruch auf gesellschaftliche Relevanz
Öffentliche Kommunikation
"Content-Produktion"
Deadline für die Gruppenarbeiten: erste Stunde im Jänner - muß dann aber definitiv da und auch gut sein. Keine Entschuldigung nach dem Termin.
Methodisches Vorgehen: Was bringt eine bestimmte Vorgehensweise für die Arbeit und mein Erkenntnisinteresse?
Bei der Mediaprint verdienen die HilfsarbeiterInnen im Druck ca. zweimal so viel wie JournalistInnen bei Kurier und Krone. - Ausreißer! (Weil der Druck absolut essentiell ist, eine Verschiebung von nur einigen Stunden kostet im zweistelligen Millionenbereich. Sehr starke gewerkschaftliche Organisation, DruckerInnen dort sehr stark spezialisiert und nicht leicht austauschbar.)
Immer schauen, ob z.B. Gehälter, Preise etc. typisch sind oder nicht. Dann ist auch Anonymisierung OK, aber Betrieb beschreiben.
Die Bandbreite bei den Gehältern im Journalismus ist sehr groß.
Lokalressort: klassisch
Wirtschaft: Fragebogen
Sport: zufällig oder Abwerben
Methode: Exemplifizierung an einem Beispiel, ausgehend von einer Diplomarbeit. Wichtig: wissenschaftlicher Ansatz.
Werdegang, Karrieren
Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Tages- und Wochenjournalismus
Gehälter, Anstellungen etc.
Methoden: Fragebögen an Bekannte, Gewerkschaft.
Definition Online-Journalismus.
Relevanz für die Auswahl muß dokumentiert werden.
Medienethik: Quellen: Aufklärung und Revolutionen von 1848. Ideen: 4. Gewalt, Kontrolle etc. => Privilegien für JournalistInnen debattiert.
Freiwillige Werbebeschränkungen und Standards: Verband versucht, gesetzliche Regulierung zu vermeiden. (Werbeverbote; Reaktionen auf Falschinformation; Verteidigung vor Gericht)
Qualitative Forschung ist meist hypothesengenerierend ("Es gibt noch nichts dazu, das sollte mensch weiter erforschen") oder explikativ ("Stimmt eine Aussage von vor 10 Jahren noch?").
Lokalradiovertreter: Keine Journalisten im Lokalradio, weil wer Regler betätigt etc. kein Journalist mehr sei.
=> Klare und nachvollziehbare Kriterien einführen, um zu entscheiden, wer JournalistIn ist.
Möglichst kurz, damit in 2 Stunden alle Gruppen fertig sind. Entweder mit verteilten Rollen oder eineR.
Folien: dazuschreiben, welche Punkte der Liste von 2001-10-17 behandelt wurden
Reichweite/Verallgemeinerungsfähigkeit: Wie weit gilt das, was wir über die Berufsgruppe sagen, welche Argumente gibt es dafür, ODER welchen Teilbereich decken wir ab?
Besondere Kenntnisse notwendig, derzeitige SpezialistInnen kommen häufig aus dem Finanzwesen oder sonst aus ihrer beruflichen Geschichte; akademische Ausbildung häufig im Wirtschaftsbereich.
General Interest PR und Special Interest PR? Praktisch für große Agenturen, daß zwar eine Abteilung spezialisiert ist, aber auf die Ressourcen der Agentur zurückgreifen kann.
In Deutschland wird häufig akademische Ausbildung gefordert (zumindest für höhere Bereiche); in Österreich ist die Professionalisierung nicht so fortgeschritten. Stellen häufig nicht ausgeschrieben, sondern persönlich vermittelt oder bei Lehrgängen ausgesucht.
Skills: Fremdsprachen, EDV, etc.
Quantitative Erhebung der Ausbildungsangebote
5 Interviews mit PersonalentscheiderInnen von PRVA-Unternehmen: Nach welchen Kriterien suchen sie Leute aus. (Soft skills, Ausbildung, Kenntnisse etc.; wie wird das getestet)
Agenturen nehmen gerne JuristInnen und BWL-AbsolventInnen und bringen ihnen die Kommunikationskompetenzen bei. Alternative: Leute, die Vermittlungskompetenz in anderem Beruf gelernt haben (z.B. Journalismus) und auch Fachkompetenzen (z.B. Kontakte oder das Wissen über Journalismus) hat, übernehmen.
Sachkompetenz
Debatte:
Verständnis vom Thema notwendig (z.B. Innenpolitik)
JournalistIn sollte keine Ahnung vom Thema haben, da er/sie vermitteln soll. => Fachkompetenz Recherche
Fachkompetenz
z.B. genau 20 Zeilen schreiben oder 15 Sekunden finden
Vermittlungskompetenz
"Flotte Schreibe"
Kommunikative Kompetenz bei PR
(Technische Kompetenz)
"Begabung": z.B. "technisch begabt", "kommunikativ begabt", aber nicht "juristisch begabt". Je stärker eine Begabung ist, desto weniger wichtig werden die anderen Kompetenzen.
Für jede Art der Kompetenz:
Begabung
Erfahrung, Learning by doing
theoretische Kenntnisse - nur über Schule/Universität, da Reflexion über die Praxis
Ausbildung für Kommunikationsberufe: Soll jemand eine fundierte Ausbildung im Bereich Politik/Wirtschaft/Sport/Wissenschaft etc. bekommen und Fach- und Vermittlungskompetenz on the job oder in einen Kurs besorgen?
Provokante These: Es gibt nicht nur einen Journalismus (Unterschied zwischen Kronen Zeitung und einer Nachrichtenagentur) - genauso auch nicht nur eine PR?
Wie stellen sich PersonalchefInnen die idealen BewerberInnen vor?
Fachliche Qualifikationen und soziale Kompetenzen.
Großes Ausbildungsangebot für Wien, daher großteils AbsolventInnen von diesen Institutionen aufgenommen. Die meisten Institutionen haben auch PR-Ansätze drinnen.
Profession <=> Beruf
Inhaltsanalyse von Stellenanzeigen.
Wichtig: Kreativität, Teamfähigkeit, Erfahrung (z.B. "ein Jahr bei einer Agentur"); Abschlüsse eher in technischen Aufgaben (z.B. Grafik)
Bis zur letzten Stunde (30. 1.): Zusammenfassung über alle Berufe: Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Ca. 2 Seiten.
Dimension: Thesenpapier: reißt hypothetisch bestimmte Sachverhalte an, muß nicht in jedem Bereich ausformuliert sein, aber schon faktisch orientiert. Struktur (Professionalisierung, Anstellungsverhältnisse, Normen, Differenzierung zwischen GeneralistInnen und SpezialistInnen nach Fachwissen etc.). Keine Fußnoten und keine Literatur.
Optional: generelle Bemerkungen übers Seminar. ("hätte mir folgendes vorgestellt...")
9 Tageszeitungen mit Internet-Inhalten befragt, 7 Fragebögen zurückbekommen.
2 Interviews mit JournalistInnen
Kriterien: Matura, abgeschlossene Ausbildung. Journalistische Praxis erwünscht.
Kompetenzen: technische Skills verlieren an Bedeutung, journalistische Kompetenzen (Recherche, Ausdruck) werden wichtiger.
Soft skills: wichtig
Stellenwert Online/Print-Journalismus: online nur als "digitale Visitenkarte".
Neuer Beruf? 4 Zeitungen: ja, neue Anforderungen; 3 Zeitungen: nur Medium anderes.
Standard: 40 Beschäftigte, Kurier: 23
von 99 RedakteurInnen 70 freie MitarbeiterInnen; 20 StudentInnen.
Online-JournalistInnen möchten in die Printredaktion wechseln, online als Karriere-Station, fühlen sich als minderwertig.
138 Fragebögen zurückgekommen (zurückzuführen persönliche Kontakte), ca. 50%-50% print/online
Durchschnittsalter: print 31,4, online 26,5 Jahre
Geschlechterverteilung: print 85,71:14,29, online 67,6:32,4 jeweils m:w
[Grund für unterschiedliche Geschlechterverteilungen: Arbeitszeiten: wie geregelt?]
Einkommen: im Printbereich im Durchschnitt deutlich höher.
Dienstverhältnis: print 66 % angestellt, freiberuflich 34 %, vollzeit 91 %, teilzeit 6 %; online: 33 % angestellt, 67 % freiberuflich
Schulbildung: print 57 % AHS, 17 % Uni; online 38 % AHS, 35 % Uni. => Ausbildungsniveau im Online-Bereich häufiger.
Nur 11 % der PrintjournalistInnen von den speziell journalistischen Ausbildungswegen; bei online über 20 %.
Berufsjahre: print 8 J, online 4 J
Im Online-Bereich 50 % ausschließlich journalistisch tätig, 50 % aus diversen Berufen.
In 5 Jahren noch im selben Bereich tätig? 91 % print, 76 % online
Neue Anforderungen für Online-Journalismus: grafisch-multimediale Fähigkeiten, Umgang mit HTML; Technikkompetenz abnehmend wichtig.
Tätigkeitsfelder: Auswahl von Texten 79,4 %, Redigieren 73 %, Schreiben eigener Texte 67 %, neu: Beantworten von e-mails.
Methode: Analyse von Stellenausschreibungen und Befragung von JournalistInnen. Beschränkt auf Standard und Kurier.
(Standard: erste deutschsprachige Tageszeitung im Web)
Rekrutierung meist nicht über Ausschreibungen, sondern über persönliche Kontakte und unaufgeforderte Bewerbungen.
Stellenausschreibungen: Uni-Abschluß, Praxis, Berufserfahrung, Fremdsprachenkenntnisse, Belastbarkeit, Ausdrucksvermögen, Teamfähigkeit, Offenheit, Motivation, Kontaktfreudigkeit.
Standard: 42 Online-RedakteurInnen, 22 Kurier
75 % Freie MitarbeiterInnen bei Standard, 100 % bei Kurier
Geschlechter bei Standard ausgeglichen, bei Kurier 2/3 Männer
Dominante Altersgruppe: 20-30
Geringschätzung der Online-RedakteurInnen durch PrintjournalistInnen merkbar bei Standard und Kurier. Printleute verdienen mehr.
Ausbildung in der kurier.at-Redaktion: Einschulung in "furchtbar kompliziertes" Redaktionssystem, durch learning by doing, Vorgaben. Bildbearbeitung sehr wichtig.
Sehr unterschiedliche Aufgabengebiete: Grafik, Vermittlung, PR
Kundenberatungsbereich: Kontakt mit Auftraggebern
Kreationsbereich: Grafik, Text
Werbeakademie (sehr breit), Unilehrgang an der WU, BWL mit Spezialisierung auf Werbung.
Publizistikstudium im Ranking an letzter Stelle. (Aber bei Text gefragt)
Theorie ist sehr wichtig, Praxis wichtig.
Soft skills:
Kontakt: Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit,
Kreation: Kreativität, Innovationsfähigkeit; Teamfähigkeit kaum gefragt
Geschlechterspezifische Wahrnehmung: ca. die Hälfte der Agenturen gibt Unterschiede an.
Im Bewerbungsgespräch wird nach Hobbies gefragt.
Einstiegsgehälter: 23.000-26.000 S mit akademischer Ausbildung.
PR: Freies Gewerbe, keine spezielle Qualifikation notwendig.
PRVA: 1980 gegründet, forciert Aus- und Weiterbildung, versucht, das Berufsbild transparent zu machen.
Anforderungen:
Wissen über Menschen
Wissen über Wirtschaft
Wissen über Medien
Aufgaben:
Konzeptionen
Redaktion
Kontakt
Organisation
Für qualifizierten Job ist Uni-Abschluß fast schon Voraussetzung. Studium als Berufsvorbildung.
Realdefinition: Person, die in einer Agentur im PR Verband Austria arbeitet. => hoher Grad an Professionalisierung.
Ausbildung: Publizistikstudium häufig OK, bei manchen auch Wirtschaft notwendig.
Rekrutierung: häufige "Blindbewerbungen"; schriftliche Bewertung, Test bei der Aufnahme, 3 Monate Probezeit
Weiterbildung: hausintern oder Budget für externe Weiterbildung.
Arbeitsverhältnis: vor allem Angestelle.
Geschlechterverteilung: ca. 70 % Frauen, 30 % Männer. (Studie auf PRVA-Homepage.)
Grundthese für Feminisierungen: Branche wird "billiger". Trifft aber auf PR nicht wirklich zu. Eher: soft skills, die Frauen zugeordnet werden.
Praxisorientierte Literatur: Was ein "PR-Mensch" können soll. Fundament: Allgemeinbildung; dazu Lernbereitschaft, Kontaktfreudigkeit, berufliche Qualifikation.
Theoretische Literatur: Studie im PKW-Band Öffentlichkeitsarbeit: PR Teil des Marketings, journalistische Komponenten
PR: Berufsfeld mit freiem Zugang.
Ausbildung: viele verschiedene Lehrgänge an Unis und außerhalb
Wahrheitsanspruch: Normative Regeln für PR, Werbung, Journalismus <=> analytisch: ist es in der Praxis zu beobachten? Verpflichtung der Presse, wahrheitsgemäß zu berichten? Pressefreiheit nicht an Wahrheit gebunden.
Unterschiedliche PR-Ausprägungen mit unterschiedlichem Maß an Wahrheitsanspruch.
Allgemeine Finanzkommunikation
Investor Relations
Grundsätzliche strategische Positionierung des Unternehmens für das IPO
Kapitalmarkt-Performance
Zielgruppen:
FinanzjournalistInnen
Banken- und Börsenwelt
AktionärInnen (existierende und potentielle) in Institutionen und privat
Thesen:
hoher Spezialisierungsgrad notwendig
fundierte Ausbildung im Finanzwesen
Kapitalmarkt rekrutierte zuerst aus den eigenen Reihen
Aus internem Bedarf entstand ein externer Markt
Wenige Publizistik-AbsolventInnen in der Branche, eher WirtschaftsabsolventInnen; wenige aus dem Journalismus. Praxis wichtiger als Studium.
Soft skills wichtiger als Ausbildung.
Perfektes Englisch absolute Voraussetzung. (Sprache der Branche)
Resümee: Sach- und Fachkompetenz gleichberechtigt; Vermittlungskompetenz Teil der Berufsausbildung oder persönliche Begabung.
Große Kluft zwischen theoretischem/ethischem Anspruch und der Berufsrealität.
Motive für die Ergreifung des Berufs: Eigeninitiative; persönliche Bekanntschaften, Interesse an Massenmedien, diverse andere Gründe
Kaum jemand erwartet eine hohe Bezahlung.
Bei OÖN: 80 JournalistInnen. 30 im Lokalressort, 3 davon AkademikerInnen, 6 JungjournalistInnen ohne oder mit wenig Praxis. Sport: 9/0/3; "Leben Heute": 12/2/1; Kultur: 6/1/0; Außenpolitik: 6/4/0...
Wichtigste Eigenschaften: soft skills
Alle mit Matura; 3 Uni-Abschluß, die anderen abgebrochen oder "wollen noch fertigstudieren".
Keine besonderen Kriterien bei der Einstellung, sicheres Auftreten.
Einschulung: Computerprogramme und Zeitungslinie.
Verdienst im Tagesjournalismus höher als im Wochenjournalismus.
Mangelnde Aufstiegschancen: für viele JournalistInnen ein Problem. Nicht finanziell, aber von der Funktion her: RedakteurIn oder ChefredakteurIn sind die einzigen Möglichkeiten.
© Balázs Bárány.
(Homepage)
Zuletzt geändert:
2002-02-01.