Manfred Bobrowsky: 609399 - Kommunikationswissenschaftliche Methodenlehre, iG-7.2, UE

1999-10-21 Einführung

1999-10-28

1999-11-04

1999-11-18

1999-11-25

1999-12-02

1999-12-09

1999-12-16

2000-01-13

2000-01-20

2000-01-27


1999-10-21

Im Rahmen der Lehrveranstaltung (am Ende des Semesters) ist eine Online-Arbeit zu publizieren: Eine wissenschaftliche Arbeit, die nicht auf Papier abgegeben wird, sondern nur die URL an Dr. Bobrowsky geschickt wird.

Themen: z.B. Diskurs über Neue Medien, ob sie tatsächlich neue Medien sind? (Internet ist laut Dr. Bobrowsky kein Medium, sondern ein Zusammenschluß von Netzwerken.) Die Arbeit soll sich mit dem Thema Internet auseinandersetzen.

Wir sollen versuchen, eine "Mini-Diplomarbeit" zu verfassen.

Ausgedruckte Arbeiten sind schnell veraltet, in Zukunft könnte es durchaus notwendig sein, daß Diplomarbeiten online erscheinen und weitergepflegt werden.

Bei Online-Arbeiten ist es noch viel wichtiger, korrekt zu zitieren; Hyperlinks alleine sind nicht ausreichend.

Die Hürde der LVA: Es reicht nicht, die URL der Arbeit nur abzugeben! Wir müssen uns verpflichten, die Arbeit einige Zeit lang aktuell zu halten.

Themen, die in der Lehrveranstaltung schon behandelt wurden, sind für neue Arbeiten tabu, es sei denn der Wissensstand hat sich verändert.

Das WWW hat nur 4 Jahre gebraucht, um 50 Millionen BenutzerInnen zu bekommen, das Fernsehen hat dafür 13 Jahre gebraucht.

Online-Publikationen des Publizistik-Instituts

Allein oder in Gruppen arbeiten. Gruppen sollten die Aufgaben nicht vollständig teilen (z.B. eineR macht nur das Design, der/die andere schreibt: ungut).


1999-10-28

Achtung, bitte unter der obigen URL den Text über die parlamentarische Anfrage nachzulesen.

Themenvorschläge


1999-11-04

Wir wollen versuchen, eine wissenschaftliche Arbeit zu schreiben. Das heißt: nicht alles einfach so aus dem Internet übernehmen, sondern auch ein bißchen versuchen zu verifizieren...

Ein- oder zweimal im Semester müssen Arbeitsberichte präsentiert werden.

1. Hausübung, bis 18. 11.: Standardisierungen für wissenschaftliche Arbeiten im Netz - Recherche.

Bis 11.11. schon beginnen. Abgabe: Gruppenweise oder einzeln Mail an Dr. Bobrowsky: Adressen der Quellen anführen. Einen Themenvorschlag mitschicken, falls möglich.

Weitere Themenvorschläge

"Letzte Änderung" - Vorteil: für KonsumentInnen: sie sehen, wie aktuell die Seite ist. Nachteil für AutorInnen: ständige Pflege notwendig.


1999-11-18

Uni-TV wird in die Öffentlichkeitsarbeit der Uni Wien eingebunden.

Zitierregeln

Bis zum nächsten Termin: Seite mit den Themenvorschlägen durchlesen und einen endgültigen Vorschlag ausdenken, und "Definitive Themenwahl mit PartnerIn" an Dr. Bobrowsky schicken. Nach Möglichkeit auch ein Abstract.


1999-11-25

Termine für die Präsentation des Arbeitsfortschrittes: 2. 12.; 9. 12.; 16. 12.; 13. 1.; 20. 1.; 27. 1.

(Referat ist Teil der Benotung!)

Grundlage fürs Zitieren: Wenn wir zitieren, muß das jemand ohne unsere Hilfe eindeutig nachvollziehen können.

Problem mit Hyperlinks: im Zweifelsfall nicht verlinken, sondern die URL angeben.

Nachträgliche Aktualisierungen werden kenntlich gemacht. Nicht kursiv oder unterstrichen (unterstrichen ist bei wissenschaftlichen Arbeiten sowieso verpönt), sondern z.B. in Klammer oder Tabelle mit optionaler Randbemerkung.

Früher war es Standard, das Web-Design an einem 13-Zoll-Bildschirm auszurichten.

Beim Mail-Schreiben an Dr. Bobrowsky IMMER darauf achten, daß der richtige Name und Absenderadresse drinnen ist.

Wenn wir Texte an Dr. Bobrowsky schicken, sollen wir im Mailprogramm die Zeilenschaltung nach 72 Zeichen abschalten.


1999-12-02

Netz-Zusammenbruch vorige Woche wurde durch einen Cracker- ("Hacker"?)-Angriff verursacht.

Referat: "Hacker im Netz"

www.(irgendwas).hp.ms-URLs bei http://www.notrix.de; automatische Eintragung bei 20 Suchmaschinen

Fußnoten: so realisieren, daß ein Klick zur Fußnote führt; dort gibt es dann ein Link zurück. Fußnotenziffer gehört am Ende des Zitates.

Nur weil die Arbeit im Internet ist, dürfen die Regeln der wissenschaftlichen Arbeit (Zitieren!!!) nicht vergessen werden, auch wenn die Seite noch so coole Java-Powered-Überschriften hat.

Hacker-Seite: http://surf.to/samx/

Fußnoten in HTML so und nicht anders! (Das kostenlose StarOffice macht das automagisch.)

Bis zum nächsten Mal wirklich einen Themenvorschlag an Dr. Bobrowsky schicken!

Themen

Wichtig: keine bloße Deskription des Themas und keine technische Anleitung, sondern kritische Auseinandersetzung mit dem Thema.


1999-12-09

Nächten Mi (15. 12. 1999), 14:30, Lehrredaktion: Film über Apple Macintosh

Projekt Uni-TV: "the 5 year picture show": 17. Dezember 1999, Schikaneder Kino. 20:00 Opening, 21:00 UTV Wien auction usw. Eintritt frei.

FileMaker Webserver des Instituts: ab sofort übers WWW benutzbar, auch ohne FileMaker

APA für Studierende

Von der Uni Wien-Homepage mit Matrikelnummer und UNet-Paßwort einloggen.

Große Menge von Presseaussendungen, Informationen usw., nicht gefiltert.

OTSWeb: OriginalTextService für Presseaussendungen von Institutionen, Firmen, Parteien usw. Ca. 50 % davon erscheint dann in Zeitungen.

"Nix im Internet"

Was es im Internet noch nicht gibt - und es aber unbedingt geben sollte!

PR in Schule und Behörde

Die Arbeit wird folgendes enthalten:

Orientierungsplattform für "Finden statt Suchen"


1999-12-16

PRTC

Online-Kommunikationsplattform für Wirtschaft und Wissenschaft

Basismodule:

Elektronische Medien im Kosovo-Konflikt

US Army hatte eigene Flugzeuge, um feindliche Sender zu stören und eigene "Information" zu verbreiten.

ORF-Versuch: VertreterInnen aller Nationen haben im Projekt "Radio Nachbar in Not" zusammengearbeitet.

Real Audio: Audiomaterial übers Internet "ausstrahlen".

Radio Free Europe: auch im Internet

Sanfte Geburt im Internet

Herstellung einer Heimgeburt-Atmosphäre im Krankenhaus

Live-Geburt im Internet

UTV-Kameraeinschulung im Internet vs. Face-to-face-Unterricht

Neue UTV-Homepage ca. Mitte Februar

Wie weit kann mit dem Internet gelernt werden? Wo ist das möglich?

Hörsaalpräsentation im Internet (im proprietären PowerPoint-Format): Homepage des Instituts, dann auf "Technik"

Open Source

Ursprünglich war Software immer offen.


2000-01-13

Rechenraum ist wieder benutzbar. Wir ExpertInnen sollen den armen ahnungslosen StudentInnen helfen, wenn sie Probleme haben.

Das eingebaute Zip-Drive sollte nicht mit echten Disketten benutzt werden.

"Diskette in den Papierkorb" funktioniert mit diesen Laufwerken nicht, wir müssen am Laufwerk einen Knopf drücken.

Der Neustartknopf für Abstürze ist auffallend markiert.

Bildschirme beim Weggehen bitte nicht ausschalten.

Neues Netzwerk am Institut: 100 MBit.

Im Rechenraum bitte nicht essen, trinken, rauchen.

Neues Betriebssystem: MacOS 8.6

Feedback-Termin für Interessierte: Donnerstag, 9. März, 15:00, HS 1

Wir werden dringend ersucht, eine korrekte Rechtschreibung zu verfassen. Bitte keine Arbeiten ausschließlich in Kleinbuchstaben. Auch keine Mails an Dr. Bobrowsky mit ausschließlich Kleinbuchstaben.

Referat: Österreichische Nationalparks im Internet

Referat: Sozialpartner im Internet

Website-Analyse

4-Konzepte-Modell

Technische Analyse

Die "Sozialpartnerschaft" als solches gibt es nicht im Internet.

Referat über Microsoft

Geschäftsmethoden: Vaporware, Bundling, "Operation Sunblock", "Wintel-Allianz"

Prozesse gegen Microsoft seit 1990

Zukunftspläne: Klassisches Software-Geschäft, Internet und Multimedia, Fernsehen und Printmedien, Telefon- und Satellitennetze

Gefahren für Demokratie und freien Markt


2000-01-20

Symposium über "Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit" 21. 1. 2000, 9-16 Uhr, HS 1

"Karrieren 4" (Sammlung der AbsolventInnen des Instituts und ihre Berufsporträts) ist erschienen. 158 öS bei Dr. Hausjell.

Achtung! Vorschriften für ein "Deckblatt" der Arbeit online.

Referat über Privatsphäre und Kommunikation

Referat über Werbeerfolgsmessung im Internet

Stellenwert der Werbung im heutigen Internet: stark steigende Umsätze

Arten der Werbung im Netz neben WWW-Werbung

Gründe, warum geworben wird.

Definitionen für Werbeerfolgsmessung

(technische) Problemfaktoren, die die Messung erschweren, Möglichkeiten zum Umgehen dieser.

Verein ÖWA (Österreichische Web-Analyse), der den Werbeerfolg im Netz mißt.

Referat über Parapsychologie im Internet

"Die Seriosität des Web-Seiten-Angebots auf dem Prüfstand.

Linksammlungen zu Parapsychologie und Esoterik/New Age, Definition der Begriffe

Referat über Interface Culture

Einfluß der neuen Technologien auf unsere Kultur, Arbeit und Alltag.

Referat über MP3

MPEG: Motion Picture Experts Group - Standardisierungsgremium für digitales Video

MP3 <> MPEG 3

MP3 = MPEG 1, Layer 3, ermöglicht eine Datenreduktion auf 1/12. Was das menschliche Gehör nicht mitbekommt, wird nicht abgespeichert.

Nutzen: Musik in CD-Qualität (mit durchschnittlicher Hi-Fi-Ausstattung)

Secure Digital Musical Initiative SDMI: Neuer, kopiergeschützter Standard.

Rechtliche Situtation:

EU plant Copyright-Gesetz, aber noch nicht in Kraft => keine Strafverfolgung.

USA: Alle Copyright-Gesetze aufs Internet anwendbar => Verurteilungen und Überreaktionen der Schallplattenindustrie.

Referat über Nachrichtenagenturen im Internet

Ausweitung der Agenturangebote, Schwerpunkt: Wirtschaft, Zielgruppe: Medien- und Großunternehmen.

OriginalTextService: ungefilterte Presseaussendungen, die früher nur JournalistInnen zugänglich waren, auch für KonsumentInnen.


2000-01-27

Grundsätze für die publizistische Arbeit

Widerstandsbewegungen im Internet

Ejército Zapatista de Liberación Nacional: Kampf für ein freies Mexiko. Kein politisches Programm, sondern sieht sich als Befehlsempfänger des Volkes.

Grundfrage der Arbeit: Inwieweit dient das Netz als politisches Agitationsmedium?

Da solche Gruppen in herkömmlichen Medien kaum repräsentiert werden, müssen sie auf Alternativen ausweichen.

Die Bibliothek von Babel - Überlegungen zur virtuellen Bibliothek

Informationsflut und das Problem der Qualitätssicherung. Peer Review als Lösungsansatz, WissenschaftlerInnen auf der ganzen Welt könnten die Dokumente bewerten, vorher herkömmliches Peer Review.

Sehbehinderte im Internet - kein Widerspruch in sich!

Schwierigkeit der Beschaffung aktueller Information als gesellschaftlicher Ausschluß für Sehbehinderte. Früher auf Braille-Zeitungen beschränkt, diese waren selten und unaktuell. Durch Internet können Informationsbarrieren abgebaut werden => Förderung gesellschaftlicher Information.

Internet ursprünglich textbasiert, heute Entwicklung zum Multimedia-Schaukasten.

Notwendig: Homepages in Textform in klarer Struktur.

Schwierigkeiten: Großer zusätzlicher Kostenaufwand. Internet-Browser: 40 Zeichen am Braille-Display. Technische Fallstricke: Frames, Bilder (ohne ALT-Beschreibung), JavaScript. Verwendung der Maus unmöglich.

Technische Hilfsmittel: Braille-Zeile (ca. 100.000 S), Vergrößerungssoftware für Sehbehinderte ("virtuelle Lupe"), Lynx-Browser (für Blinde sehr gut geeignet). Sprachein- und -ausgabe.

Lösungsmöglichkeiten für eine blindengerechte Homepage

Informeller Fokus am Seitenanfang, Link zu eine Hilfsseite mit Navigationsangaben.

Erstellen eines genaues Frame-Menüs mit sprechenden Namen.

Alternativtexte zu multimedialen Effekten wie Bilder und Animationen

Problematik von Scriptsprachen berücksichtigen, immer eine skriptlose Alternative berücksichtigen.

Wichtigster Schritt: Verzicht auf den zwanghaften Einbau neuer Technologien. Alternative: Pendant für jede Seite auf reiner Textbasis.

Lust im Internet

Realisierungsformen: News, Mailing-Listen, WWW, Chat/ICQ.

Kommunikationsfreiheit <=> Kinderschutz


© Balázs Bárány. (Homepage | datascientist.at)
Zuletzt geändert: 2000-05-06.