609318 - Vorlesung zum Praxisfeld Medienpädagogik, iG-5.2 (I), VO/UE

Jean-Paul Nilles

1996-10-11 Vorbesprechung

1996-11-30 1. Blocktermin

1997-01-12 2. Blocktermin


1996-10-11 Vorbesprechung

Es soll ein Thesenpapier - bis 5 Seiten (allein oder in kleiner Gruppe) erarbeitet werden. Spätestens eine Woche vor dem ersten Termin Nilles zukommen lassen: Bei Frau Susanne Bomprezzi abgeben.

Was verstehe ich unter MP? Ziele? (Erkenntnisziele, Handlungsziele) Mittel und Methoden? Welchen Problemlösungsanspruch verfolge ich? Gibt es Prioritäten? Was spricht mich dabei an? Welche Wünsche habe ich? Typisierung.

Literatur:

Samstagsgruppe


1996-11-30 1. Blocktermin

Zitieren:

  1. Wenn wörtlich oder ähnlich abgeschrieben wird, müssen Anführungszeichen gesetzt werden.
  2. "..." (AUTOR Jahrgang, Seite) Dann entweder Fußnote oder Endnote: Autor Vorname, (Jahrgang) Titel in Autor1/Autor2: Buchtitel, Erscheinungsort, Verlag, Jahrgang.
  3. Wenn Zitat nicht aus Primärliteratur: AUTOR: Titel, zit. in ...

Seitenanzahl wichtig.

Mindmap: Strukturierte Sammlung von Einfällen. Zentralbegriff vorhanden, davon gehen Äste aus. Zu diesen Ästen kommen Zweige.

z.B. Medienpädagogik:


Wer sich auf ein Thema konzentriert hat, kann dieses vertiefen. Persönlicher Zugang wichtig.

Keine Angst davor, ob die Arbeit "wissenschaftlich" ist. Typisierung ist wichtig: Ist mein Zugang mehr bewahrpädagogisch?

Bewahrpädagogik: Das alte und bewährte bewahren, neuen Medien "pädagogisch wertvoll" einzusetzen. (Bis in die Fünfzigerjahre) Nach dem "Sputnik-Schock" mußte der Westen eine Bildungsoffensive starten. Medien wurden gezielt zum Lehren eingesetzt (=Mediendidaktik, Einsatz der Medien im Unterricht). Später wurde nach den Ideologien und Besitzverhältnissen gefragt (Ideologiekritische, emanzipatorische Medienpädagogik, Medienerziehung). Seit dem Ende der Siebziger: Interaktionsorientierter Ansatz: Ehemalige Rezipienten sollen je nach ihren Interessen und ihrem Umfeld etwas produzieren. Trend von der quantitativen Sozialforschung weg, hin zur qualitativen Forschung im Sinne einer Handlungsforschung.

Medien und Gewalt - Wirkungsforschung

Tausende Studien über Wirkung von Gewalt in Medien lieferten keine eindeutigen Beweise, dafür aber viele Widersprüche. Bei jedem neuen Medium (Schrift, Zeitungen, Comics, Rockmusik ...) wurde kritisiert, daß diese viele Gewaltdarstellungen beinhalten. Jede Kultur bringt ihre Medien hervor.

Nutzen von Medien für die RezipientInnen:

Sachebene, Beziehungsebene, Appellebene


Zweite Arbeit: Thema angehen und medienpädagogisch begründen. Wer mit einem Thema bereits angefangen hat, soll dieses vertiefen. ("Mich würde es interessieren...")

Zeugnis: Praxisfeld Medienpädagogik 5.2 I komplett ausgefüllt in Klarsichthülle zu den Arbeiten. Die Arbeiten werden bis zum nächsten Mal mitgenommen. Umfang relativ egal. Seitenzahlen!


1997-01-12 2. Blocktermin

Video: Familie und Fernsehen

Durch Verbote, ständiges Fernsehen der Eltern usw. wird den Kindern das Gefühl vermittelt, Fernsehen sei sehr wichtig.

Ratschläge: Mit den Kindern schauen. Genug Zeit für die Kinder, sich mit Freunden zu treffen, selbst kreativ zu werden.

Diskussion: Identifikation mit Figuren, Ähnlichkeiten mit bekannten Menschen. "Altar"-Funktion: in der Mitte des Wohnzimmers.

Anforderungsprofil an MedienpädagogInnen:

Wer könnte diese Aufgaben übernehmen:

Erziehungsstile:

laissez-faire
Freiraum
sozial integrativer, kooperativer, partnerschaftlicher Stil
Geringschätzung
+
Wertschätzung
autoritär
Eingrenzung
patriarchalischer Stil


Video: Medien und Schule

Medien werden als dem privaten Raum und damit dem Freizeitbereich zugehörig empfunden. Es wäre wichtig aus der Trennung zwischen (privat-Spaß-zu Hause) und (Lernen-Schule-Frust) herauszukommen.

Célestine Freinet: Ansatz, daß Kinder ihre Unterrichtsmittel selbst drucken.


Video: Werbung

Wichtig für die heutige Fernsehwerbung: Unterschied zwischen Unterhaltung, Information und Werbung verwischen. Im Kinderzimmer verschwinden die Unterschiede zwischen Medienwelt und Alltag durch vermarktete Fernsehfiguren. Manchmal gut, wenn Kinder nach Medienkonsum mit den gesehenen und nicht verarbeiteten (bösen) Figuren nachher spielen können.


© Balázs Bárány. Quelle: Vorlesung von Jean-Paul Nilles, nicht autorisiert.
zuletzt geändert (JMT): 1999-10-01