Götzenbrucker, Gerit: 609.364 - Einführung in die Kommunikationswissenschaft, iG-1.2, UE
1999-03-24

1999-04-14

1999-04-21

1999-05-05

1999-05-12

1999-05-19

1999-05-26

1999-06-02

1999-06-09

1999-06-16

1999-06-23


1999-03-24

Alle wesentlichen Folien und andere Dokumente sind im Handapparat zum Kopieren verfügbar.

Wissenschaftliches WissenAlltagswissen
nicht personengebunden, Trennung von Wissen und Person Vertrauen, persönliche Reife
immer auf Fortschritt ausgerichtetTradition
an Natur- und Geisteswissenschaft orientiert "Weisheitswissen"
Wissenschaftliche Sprache: nicht mehrdeutig, Bedeutungen genau definiert
ganz spezifische Ansprüche

Wissenschaftlicher Forschungsprozeß

1. Idee: Thema. Problemstellung

2. Wissenschaftlicher Weg: Methoden

Die wissenschaftliche Arbeit äußert sich letztlich in einem Produkt: Thesenpapier, Übungsarbeit, Diplomarbeit usw.

Protokoll: wichtig, um die eigene Tätigkeit nachvollziehbar zu machen

Referat: Inhalt eines spezifischen Stückes von Literatur ohne kritische Auseinandersetzung

Bei den Präsentationen wird mehr erwartet.

Ganz gut bei einer Präsentation: Handout, unterstützt auch die Nachvollziehbarkeit.

Proseminararbeit ca. 10 Seiten.

Sorten wissenschaftlichen Materials

primärsekundär tertiär
gedruckt in BuchformBücher VerlagskatalogeNachschlagewerke: Wörterbücher, Lexika, Handbücher usw.
gedruckt, nicht in BuchformAmtliche Dokumente usw. ohne ISBN: "nicht richtig veröffentlicht" Bibliotheksbiographien
einmalig vorhandenHandschriften, persönliche Dokumente

Der erste Schritt der Literaturrecherche passiert meist aus Sekundär- und Tertiärliteratur.

Nominalkatalog: formale Erfassung: Sortierung nach AutorIn

Schlagwortkatalog: inhaltliche Erschließung

Systematischer Katalog: Literatur systematisch zu einem Themenbereich erfaßt und die Bücher sind nach diesem System aufgestellt (z.B. Alle Bücher zum Medienrecht stehen zusammen)

Kreuzkataloge: z.B. "Verzeichnis lieferbarer Bücher": sowohl Titel als auch AutorInnen alfabetisch aufgelistet

Bibliographie: Zusammenstellung "aller" Werke zu einem Thema

Amtliche Veröffentlichungen, Gesetzblätter, Veröffentlichungen vom Statistischen Zentralamt

Fachzeitschriften sind die aktuellste Informationsquelle (außer Internet: nicht gut zitierbar!)

Zitieren

Direkte Zitate

Unmittelbarkeit: nur selbst gelesene Texte/Passagen dürfen Ausgangspunkt einer Zitation sein

Genauigkeit: nicht aus dem Zusammenhang reißen, sondern vollständig darstellen. Auslassungen mit [...] kennzeichen

Zweckentsprechung: umfangreich genug, aber so kurz wie möglich

Quellennachweis: Fußnote, Klammer usw.

Indirekte Zitate

Wenn längere Gedankengänge zusammengefaßt werden sollen, ist es besser, sie mit eigenen Worten zusammenzufassen. Die Quellenangabe ist auch hier notwendig.


1999-04-14

Handout für die Mappe und für Frau Götzenbrucker; nicht für das ganze Publikum notwendig.

5-6 Seiten "Zwischenarbeit" pro Gruppe, zusätzlich zum Referat weiterführende Informationen, im Laufe des Semesters abgeben.

Kategorien der Analyse von Bildungsangeboten nach Bildungsinhalten und Darbietungsformen

Vielfalt

Praxisorientierung

Aktualität

Analyse der Literatur zu Kompetenzanforderungen in Kommunikationsberufen

Art des Zugangs:

Art des beschriebenen Berufsfeldes:

Art der Inhalte:

Zusammenhänge präsentieren, nicht Einzelfälle! Kategorisierung überlegen. In der Proseminararbeit wird dann der Schwerpunkt gewählt.

Ausbildung in Österreich im Kommunikationsbereich

Innerbetriebliche Ausbildung

Betriebsexterne Aus und Weiterbildung (privat und öffentlich)

Sekundärer Sektor

graduierte Studien (undergrad., postgraduate)

Früherer Studienplan PKW

1. Abschnitt: erstes Diplom

2. Abschnitt: Spezialisierungsmöglichkeiten, dann zweites Diplom.

3. Abschnitt: Hochschullehrgänge oder Doktoratsstudium

Broschüre vom Wissenschaftsministerium: "Statistische Daten über Hochschulen"

Die Zahlen des Wissenschaftsministeriums über AbsolventInnen-, StudentInnenzahlen weichen meist von denen des Instituts ab.

Änderungen ab 2001


1999-04-21

Journalismus in Österreich

JournalistIn ist ein freier Beruf in Österreich; keine gesetzliche Regelung für die Ausbildung. 80 % haben Matura oder akademische Ausbildung.

Häufigster Weg in den Journalismus: Ferienvolontariat

Theorie und Journalismus

Trennung von Meinung und Fakten ist in Europa trotz wiederholter Beteuerungen nicht völlig gegeben.


1999-05-05

Abschlußarbeit

Umfang: 10 Seiten allein oder 20 Seiten (zu zweit). Keine Gruppen > 3!

Thema: frei wählbar aus den Inhalten der LV.

Einleitung: Kurzdarstellung des Themas

Problemstellung: Besonderheiten der gewählten Thematik, Definition

Forschungsleitende Fragestellungen/Hypothesen/Thesen: Formulierung der konkreten Fragen

Methode: Gewählte Methode beschreiben, Operationalisierung

Ergebnisdarstellung und Interpretation: Erklärungen

Zusammenfassung und Resümee

Titelblatt, Inhaltsverzeichnis, Richtiges Zitieren, Literaturliste, Anhang!


1999-05-12

Auswertung der Fragebögen zur Studienmotivation

Studienmotivation: wieso PKW?

Praxisbezug: 16 Nennungen

Unspezifisches Interesse an Medien und Kommunikation: 15 Nennungen

Berufsziele

17 Werbung

14 Journalismus

11 PR

7 Neue Medien

6 Kulturbereich

2 Forschung

Thesen aus einer Studie der Uni Klagenfurt

Fachkulturen

F1: Karriere-Orientierung: Sozialer Aufstieg, Prestige

F2: Lebensstil-Orientierung: studentische Lebensweise, vor allem bei Geisteswissenschaftlichen Studien

F3: Reform-Orientierung: Welt verbessern, z.B. Psychologie

F4: Wissenschafts-Orientierung: ohne Verwertungsanspruch, z.B. Politologie, Theologie

Studienbeschreibung

Thema: Studienmotivation von PKW StudienbeginnerInnen

Erhebungszeitraum: 27. 5. bis 10. 6. 1998

Grundgesamtheit: Erstimmatrikulierte 1996/97 und 1997/98, HauptfachstudienbeginnerInnen

Befragungsgebiet: Wien

Art der Befragung: persönliche Interviews mit standardisiertem Fragebogen

Stichprobe: Zufallsauswahl (unkontrolliert; Rekrutierung durch InterviewerIn)

Erreichte Interviews: 205 verwertbare

Fragebogen: Entwicklung im Rahmen der VO 1.2. SS 1998

Organisation der Daten

Highlights

Herkunft und soziale Lage

Segmentationsthese

Die Auswahl erfolgt oft "negativ", z.B. zweites oder drittes Studium

Kaum familiäre Berufstradition

40 % haben vor dem Studium eine andere Tätigkeit ausgeübt

Neue Klientel, Absorptionsthese


1999-05-19

Gründe für Studienabbruch

"Universitätsferne" Klientels sind eher bereit für deinen Studienabbruch

"Hast du dir schon dein Berufsziel nach erfolgreichem Studenabschluß überlegt?"

"Glaubst du, daß dich das PKW-Studium auf ein angestrebtes Ziel vorbereitet?"

Einschätzung des Arbeitsmarktes

Studierende mit konkretem Berufsziel glauben, daß das Studium ...

Segmentationsthese, Anomiethese

Je später sich Studierende für ein Universitätsstudium, eine spezielle Studienrichtung und eine spezielle Universität entscheiden, desto labiler ist die allgemeine Studien- und Berufsorientierung.

Eigenschaftstypologie

"Wurdest du vor Studienbeginn ausreichend über das PKW-Studium informiert?"

"Von wem/ wo wurdest du informiert?"

"Wer hat dir abgeraten, PKW zu studieren?"

"Mit welchen Argumenten wurde dir abgeraten?"

"Würdest du PKW auch studieren, wenn es nicht kombinationspflichtig wäre?"

StudienanfängerInnen haben folgende Vorstellungen über das Studium:

Vier Fünftel wollen ihr Studium eigenständig gestalten.

Welche Studienrichtung neben PKW?

Fragen zu Beginn des Forschungsprozesses

Von der Problemstellung zur empirischen Untersuchung

Lineares Modell nach Friedrichs 1973

Hypothesen

Operationalisierung

Probleme bei der Operationalisierung

Indikator

Messen

Skala

Skalenniveaus

Für die (Sozial-)Forschung wird gelegentlich das Schulnotensystem als Intervallskala definiert, obwohl es nur ein Ordinalskala ist.


1999-05-26

Voraussetzungen für die Analyse in SPSS

Friedrichs, 1985: "Die Frage ist das Bindeglied zwischen den Variablen der Hypothesen und den Antworten."

Noelle Neumann (1965): "Nicht der Interviewer muß schlau sein, sondern der Fragebogen."

Der Fragebogen

Tips und Tricks zum Fragebogen


1999-06-02

Datenerhebung

Befragung als Kommunikationssituation

Forschungsansätze zur Reaktivität im Interview

Das Interview ist eine spezielle soziale Situation: die kommunikative Beziehung ist asymmetrisch.

Antwortverzerrungen in fragebogenzentrierten Forschungsansätzen

InterviewerInzentrierte Forschungsansätze

InterviewerIn ist die Quelle der Verzerrungen der Antworten der Befragten, d.h. Befragte antworten aufgrund der Anwesenheit der InterviewerInnen anders als wenn diese nicht anwesend wären.

Maßnahmen zur Reduktion von InterviewerInneneffekten

Antwortstile

Zur Validität von Umfragen

Validität: gibt an, ob der Fragebogen das Merkmal, das gemessen werden soll, auch tatsächlich mißt. Validität bezeichnet den Grad der Übereinstimmung zwischen der operationalen Definition un der Definition eines Begriffes im theoretischen Zusammenhang.

Reliabilität

Ein Fragebogen ist reliabel (zuverlässig), wenn das zu untersuchende Merkmal bei wiederholter Untersuchung, unter den gleichen Bedingungen und in geringem zeitlichen Abstand in gleicher Weise ausgeprägt ist. Die Reliabilität ist also die Zuverlässigkeit, mit der ein Fragebogen mißt, ohne Rücksicht darauf, was inhaltlich gemessen werden soll.


1999-06-09 InterviewerInneschulung

InterviewerInnenschulung

Interviewen: 5 gesamt, 3 Hauptfach, 2 Nebenfach/Fächerkombi. Bis 16. 6.

Nicht untereinander interviewen, nicht mehr als einmal die selbe Person!

Lehrveranstaltungen mit Erstsemestrigen

1.2BobrowskyDo 15 HS 1 Inst
HaasMi 11 HS 1 Inst
(usw., Aushang!)
1.4BurkartDo. 15:30 AudiMax
1.1GottschlichDo 9:00 Uni HS 7
3.1HaasMo 17:30 AudiMax
6.1KornMi 14:30 Uni HS 42


1999-06-16

Rücklauf

Rücklaufkontrolle

Ausschöpfungsquote

Interviewte Personen / potentiell interviewbare Personen

Datenverarbeitung

Gewichtung der Daten


1999-06-23

Datenauswertung

Beispiel: SPSS

Trotz einfacher Benutzung ist es wichtig, sich an die Grundlagen der Statistik zu erinnern!

Voraussetzungen für die Analyse in SPSS

Analyseschritte

Grundschema eines Untersuchungsberichts aus wissenschaftlicher Sicht

Ergebnisse der Studie (bisher, 131 Datensätze)

Übungsaufgabe

a. Reflexion über Erhebungssituation und des Instrumentes (1-2 Seiten)

b. Fragen an die auswertende Person / an die Auswertung

mit der Proseminararbeit abgeben

Proseminararbeit

3 Semester Zeit, sie abzugeben, aber besser, bis Ende des Sommers

Zeugnis dazulegen


© Balázs Bárány, Mag. Gerit Götzenbrucker, Dr. Lieselotte Stalzer. Nicht autorisiert.
zuletzt geändert (JMT): 1999-10-01